Künstler*innen

Programm

16:00
bis
21:00

KiBa im OLiBa
YUP am 12.09.2021

Baby of Control
Lia Quirina
Lady Bubu Tea (LBBT)
Rebecca Solari
DJ Hengameh
Kimchi Eukimchi
GigiPop
Lil.v

Moskaubad
Limberger Straße 47
49080 Osnabrück

KiBa im OliBa, ein Traum vom all-inclusive Kurzurlaub im Moskaubad. Sieben künstlerisch-performative Beiträge eröffnen den Blick in utopische Realitäten, installative Begegnungsräume und parallele Universen. Sie probieren Mögliches aus, während sie überholte soziale Strukturen hinterfragen.
Das Freibad entpuppt sich als ein Sehnsuchtsort unerreichbarer Ideale. Die Fantasie stößt an die Grenzen unserer Realität. Denn als Teil unserer Gesellschaft ist auch das Freibad kein diskriminierungsfreier Raum. Im Gegenteil, das Freibad ist für viele Menschen ein Ort des Unwohlseins mit dem eigenen Körper, der sich den wertenden Blicken der anderen Badegäste aussetzen muss.
Ganz bewusst setzten sich die eingeladenen Performancekünstler*innen diesen Blicken aus. Dabei leben sie jedoch eine mögliche zukünftige Realität vor.

Auf dieser Veranstaltung gilt die 3G-Regelung. Nehmt Rücksicht auf die Gesundheit Anderer. Stay safe! <3

16:00
bis
17:30

DJ Set

DJ Hengameh

Moskaubad

Als Opening Act blastet uns DJ Hengameh in eine politische Utopie in Zeiten dystopischer Politik. MTV-Nostalgie verwandelt sich jenseits der Genres in zeitgenössische Sounds. Dahinter steht Hengameh Yaghoobifarah, eine Schriftstellerin, Journalistin, Podcasterin und DJ. Seit 2016 lebt Hengameh in Berlin und der Roman »Ministerium der Träume« erschien Anfang des Jahres bei Blumenbar.

16:00
bis
19:00

Im Paradiesgarten 3

Liaq Urinia / Lia Quirinia

Moskaubad

Im Paradiesgarten 3 ist eine Performance-Reihe, die bei KiBa im OliBa in der dritten Fassung zu sehen ist. Lia baut als Drag-Macho kostümiert an unterschiedlichen Orten im Moskaubad vom Alltäglichen inspirierte Szenen auf. Drei Akteur*innen, die nach stereotypischen Rollen benannt sind und deren Konstruiertheit sichtbar machen, kommen in der dreistündigen Performance vor: Macho (Lia), Bitch 1 (Puppe 1) und Bitch 2 (Puppe 2). Besagte Puppen sind Pflegeübungspuppen, die in der Ausbildung Verwendung finden und von Lia entgegen ihres eigentlichen Zwecks für die Performance sexualisiert und in eine (Bitch-) Rolle gedrängt werden. In diesen künstlich geschaffenen Handlungswelten werden bekannte, doch überzeichnete Handlungen und Gesten von Lia körperlich durchlebt und spielerisch hinterfragt.
Lia Quirinia arbeitet künstlerisch, kuratorisch und vermittelnd mit einem Hang zum Co-, denn das Zusammenarbeiten spielt für die interdisziplinär angelegten Projekte Lias eine große Rolle. In den Arbeiten werden Performances und Installationen sowie Gedichte und Videos vereint. Als genderfluide Trans-Person setzt sich Lia mit den Fragen nach Bedeutung und Konstruktion von sowie dem Spiel mit Identitäten auseinander.

16:00
bis
21:00

Take a walk with a turtle

Rebecca Solari

Moskaubad

Rebecca Solaris Arbeit bietet eine Möglichkeit, die Erinnerung an den Kurzurlaub im Moskaubad hinter einer sich flüchtig vorgehaltenen Fassade festzuhalten. Für einen Moment können wir in die Rolle eines Superstars, einer Mutter, einer Bäckerin oder einer Inhaftierten schlüpfen. Die auf dem Areal des Moskaubads auf Fotoaufstellern montierten Charaktere sind durch vorige Arbeiten Rebecca Solaris inspiriert. Sie entspringen autobiografisch inspirierten Lebenssituationen und lassen die Künstlerin in transdisziplinären Projekten nicht gelebte Träume durchspielen. Dabei führt sie beispielsweise mit dem Charakter der Mutter das Konzept der Kernfamilie ad absurdum und dekonstruiert etablierte gesellschaftliche Codes. In ihren Performances, Videos, Fotografien, Installationen und musikalischen Projekten nutzt Rebecca Solari Rollenspiele, Verkleidung und Maskierung, führt unmögliche Interviews und repräsentiert ihr überzeichnetes, hyperaktives und ironisches ich.

17:30
bis
19:00

One Night Lotus

Lady Bubu Tea ( LBBT)

Moskaubad

Für KiBa im OliBa hat Lady Bubu Tea (LBBT) eine neue Musik-Performance entwickelt. Inmitten des Moskaubads werden zwei eigene Kompositionen, die in LBBTs Erstsprache Mandarin geschrieben sind, mit einem taiwanesischen Cover-Song kombiniert zu hören sein. Die Songs gehen auf eigene Erfahrungen in Zeiten von Corona zurück und thematisieren die Veränderung von Beziehungsgefügen.
Als Performerin und Komponistin denkt Lady Bubu Tea von der eigenen Erfahrungswelt aus und schlägt Brücken zwischen Geschlechtsidentität, Sexualität und zwischenmenschlichen Beziehungen sowie Mythologien und Religionen, die in Taiwan praktiziert werden. In diesen finden sich Gottheiten, die sich nicht in eine binäre Geschlechterordnung einfügen, wie die Gottheit Guanyin, die der Sage nach aus einer Lotusblüte erwuchs, einer widerstandsfähigen Pflanze, die zwar in Tümpeln und schlammigen Gewässern wächst, jedoch allen Schmutz von sich abperlen lässt. LBBT nimmt dieses Bild der kraftvollen Schönheit auf, nutzt die Bühne als sicheren Raum und macht das eigene künstlerische Schaffen zu einem Heilungsprozess.

18:00
bis
20:00

DJ Set

GigiPop & Lil.v

Moskaubad

Die zwei DJs GigiPop & Lil.v sind aus Kiel, in den 90ern geboren und musikalisch geprägt von den frühen 00er Jahren. So wird es über den Tag von KiBa im OliBa viel Hip Hop, RnB und Pop zu hören geben.

19:00
bis
20:00

Long Thin Planet and its Moons

Baby of Control

Moskaubad

»Da unser Heimatplanet nicht rotiert und die eine Hälfte stets von Wasser und die andere von Eis bedeckt ist, sind wir nachhaltig fasziniert von dem Konzept der Transformation und
den Nuancen zwischen flüssig und fest, hell und dunkel, warm und kalt, weich und hart. Die Musik der Erde ist ein einzigartiges Mittel des Ausdrucks dieser verschiedenen
Aggregatzustände und spricht von den vielfältigen Übertragungen unterschiedlicher Energien. Unsere Motivation, Erdenmusik zu reproduzieren, aufzuführen und diese damit wieder zu den Menschen zu bringen, ist unserem kosmischen Verlangen geschuldet, mehr zu werden als das, was die absoluten Zustände unseres Herkunftsplaneten vorgeben.« (Text von Baby of Control)
Als Gesamtkunstwerk wird Baby of Control beschrieben, das ohne Zögern Loveparade-Ästhetik und das Triadische Ballett oder was ihnen sonst gerade so in die Finger kommt in der Performance ihrer elektronischen Klangwelten verbindet. Das Ensemble aus Offenbach charakterisiert sich selbst als performing act, musician, artist oder supergroup. Ihre handgearbeiteten, aufwendigen und schillernden Kostüme verfremden Menschliches und ermöglichen uns einen frei imaginierten Blick in andere Galaxien.

20:00
bis
21:00

DJ Set

Kimchi Eukimchi

Moskaubad

Das Kieler DJ-Team Kimchi Eukimchi lässt den Abend mit vertraut-unvertrauten Sounds ausklingen, sodass wir voller Energie und mit vielen Ohrwürmern den Weg nach Hause antreten können. Die koreanischen 90er-Eurodance-Tracks rufen Erinnerungen an (nicht) erlebte Partynächte wach.

Veranstaltet von:

Gefördert durch:

Unterstützt von:

About

Young Urban Performances Kollektiv

Das Young Urban Performances Kollektiv besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern. Kennengelernt haben wir uns im Studium der Kunst/ Kunstpädagogik an der Universität Osnabrück. Seit der Gründung des Kollektivs im Frühjahr 2017 hat sich unsere Form der Zusammenarbeit stark verändert, da wir inzwischen von unterschiedlichen Standorten – innerhalb des deutschsprachigen Raums – aus arbeiten.
Dabei widmen wir uns der Konzeption und Durchführung verschiedener kultureller Veranstaltungen. Wir stellen die Ausstellung und Stärkung von Performancekunst im institutionellen, nicht institutionellen und öffentlichen Raum in das Zentrum. In den vergangen Jahren konnten wir ein jährliches Festival organisieren, woran europäische sowie Künstler*innen aus verschiedenen Bereichen der Welt beteiligt waren. Außerdem veranstalteten wir eine Reihe weiterer Veranstaltungen mit performativen und vermittelnden Anspruch.
Mit unserer Arbeit fördern wir aufstrebende Talente im Bereich der Performancekunst. Wir bieten den Kunstschaffenden eine Plattform zur Präsentation ihrer Arbeiten, einen Einstieg in den Kunstmarkt, indem wir ihre Arbeit auch auf monetäre Art wertschätzen und eine Möglichkeit des Austausches bzw. der Vernetzung.
Noch Fragen? Schick eine email an: info@youngurbanperformances.de

Agnes Nguyen

Lebt seit 2017 in Leipzig und schloss 2019 ihren Master in Kunstpädagogik ab. Sie war an verschiedenen Institutionen als Kunstvermittlerin tätig und ist seit Januar 2020 als Bildungsreferentin für die Organisation von Projekten der kulturellen Bildung (LKJ Sachsen e.V.) tätig.
→mail

Ann-Sophie Meyer

Hat einen abgeschlossenen Master in Kunstpädagogik und beginnt die Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Sie arbeitet im Unikatum Kindermuseum und engagierte sich bei der Kinderzeitung Flippo der GfZK in Leipzig. Sie ist Vorstandsmitglied des Kunstverein gegenwart e.V. und beteiligt sich an verschiedenen kunstpädagogischen Projekten.
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Desirée Hieronimus

Studiert seit 2019 in der Schweiz einen Master of Art Education mit der Vertiefung Curatorial Studien an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie engagiert sich als freie Kuratorin und Kunstvermittlerin für verschiedene Projekte.
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Ella Malin Visse

Studiert an der Universität Osnabrück Kunst/ Kunstpädagogik und Geschichte. Neben dem Studium ist sie künstlerisch und kuratorisch tätig.
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Joran Yonis (Pia Tabea Visse)

Ist seit 2020 wissenschaftlich*e Mitarbeiter*in in der Evangelischen Theologie der Universität Osnabrück und promoviert zu Hannah Arendt. Darüber hinaus arbeitet Joran Yonis freiberuflich künstlerisch und ist kuratorisch in verschiedenen Ausstellungsformaten tätig.
→mail

Sophie Fijal

Lebt in Kiel und studiert hier Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule und den Masterstudiengang Migration und Diversität an der CAU. Sie ist als freie Kunstvermittlerin an verschiedenen Institutionen tätig.
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Theresa Vodde

Hat ihren Master in Kunstpädagogik abgeschlossen und arbeitet nun verstärkt mit Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kontexten zusammen. Außerdem wirkt sie an weiteren Projekten in der Kunstvermittlung mit.
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Gefördert durch:

Upcoming

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KiBa im OliBa,

ein Traum vom all-inclusive Kurzurlaub im Moskaubad. Sieben künstlerisch-performative Beiträge eröffnen den Blick in utopische Realitäten, installative Begegnungsräume und parallele Universen. Sie probieren Mögliches aus, während sie überholte soziale Strukturen hinterfragen.
Das Freibad entpuppt sich als ein Sehnsuchtsort unerreichbarer Ideale. Die Fantasie stößt an die Grenzen unserer Realität. Denn als Teil unserer Gesellschaft ist auch das Freibad kein diskriminierungsfreier Raum. Im Gegenteil, das Freibad ist für viele Menschen ein Ort des Unwohlseins mit dem eigenen Körper, der sich den wertenden Blicken der anderen Badegäste aussetzen muss.
Ganz bewusst setzten sich die eingeladenen Performancekünstler*innen diesen Blicken aus. Dabei leben sie jedoch eine mögliche zukünftige Realität vor.

Auf dieser Veranstaltung gilt die 3G-Regelung. Nehmt Rücksicht auf die Gesundheit Anderer. Stay safe! <3

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Soft Radiance

von Josefine Schulz

11:40 - 12:25

Im Rahmen des IKT (International Association of Curators of Contemporary Art) lädt das YUP-Kollektiv die Künstlerin Josefine Schulz für die Performance Soft Radiance nach Osnabrück ein.
Die Performance wird am 05.09. um 11:40 Uhr im öffentlichen Raum in Osnabrück stattfinden. Hierbei handelt es sich um das obere Parkdeck der Vitihof-Garage (Gerberhof 10, 49074 Osnabrück).

Josefine Schulz (1993) studierte von 2012 bis 2018 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. 2021 schloss sie ihr Meisterschülerstudium bei Prof. Wilhelm Mundt ab.
In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit den Lebensrealitäten ihrer Generation und den visuellen Einflüssen auf diese. Die sogenannten Millennials, geboren im Zeitraum der frühen 1980er und späten 1990er, sind zum Großteil in dem Glauben aufgewachsen, dass sich all ihre Lebensträume mit guter Bildung und genügend harter Arbeit erfüllen lassen. Nun erleben wir, dass sich dieses Versprechen nicht oder nur für die wenigsten einlöst und sind zurückgeworfen auf Alltägliches: Freundschaften, Fantasien und Wunschträume. In großformatigen Malereien und raumgreifenden Arrangements stellt Schulz Personen in ihren jeweiligen sozialen Gruppierungen und Kontexten sowie Tiere und Interieurs dar. Das Motiv der Freund
innenschaft ist dabei allgegenwärtig.
„Meine Protagonist*innen treffen in größeren und kleineren Gruppen in Alltagssituationen aufeinander oder ziehen sich direkt in ihre ‚vier Wände’ zurück. An ihrer Seite befindet sich meistens ein treuer Gefährte in Gestalt eines Hundes. Meine Bilder begreife ich daher als ‚Feel Good Paintings‘, welche Szenerien an der Schnittstelle zwischen Wohlfühlen und Unruhe abbilden: Die Figuren streben nach einem ultimativ Fantastischen, da dies real so nie erreichbar ist, sondern Wunschvorstellung bleibt. Was all meine Arbeiten miteinander verbindet, ist die Sehnsucht nach einem bestimmten Gefühl, einer Situation oder einem Gegenstand.“
An der Performance sind außerdem beteiligt:
Annegret Feistl, Mechthild Schade und Joran Yonis
Sound: Alex Gehrke

Ein herzlicher Dank geht an die Stadt Osnabrück für die finanzielle Unterstützung! Wir danken ebenfalls der Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft mbH und der Vitihof-Garage!

Impressum

Young Urban Performances e. V. (kurz YUP e.V.)
Große Gildewart 6-9
49074 Osnabrück
E-Mail: info@youngurbanperformances.de


Vertretungsberechtigter Vorstand: Sophie Fijal , Desirée Donají Hieronimus, Ann-Sophie Meyer, Agnes Nguyen, Ella Malin Visse, Pia Tabea Visse, Theresa Vodde


Registergericht: Amtsgericht Osnabrück
Registernummer: VR Nr. 202052


Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV:
Sophie Fijal , Desirée Donají Hieronimus, Ann-Sophie Meyer, Agnes Nguyen, Ella Malin Visse, Pia Tabea Visse, Theresa Vodde


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Design & Performa-font:
Nils Hölscher

Code:
Joscha Brüning